How to…Backdrop

Hallihallo ihr Lieben,

geht es Euch gut? Heute möchte ich Euch wieder mal ein kleines „How to“ zur Verfügung stellen, diesmal zum Thema Fotohintergründe. Fotohintergründe werden auch Backdrops genannt und es gibt Sie in den unterschiedlichsten Preiskategorien. Meine Erfahrungen mit den Günstigen aus Asien und wie man diese „fotografierfertig“ macht, stehen heute im Mittelpunkt.

Ich muss ganz ehrlich zu geben, dass ich schon sehr lang über die Anschaffung eines solchen Backdrops nachdenke. Doch bisher war mir das Ganze einfach zu teuer, bis ich dann angefangen habe zu Googeln. Schließlich bin ich bei der allseits bekannten Auktionsplattform gelandet und habe einfach mal bestellt. Mit Absicht zwei sehr günstige, um zu testen ob die wirklich so schlecht sind, wie ich an anderer Stelle gelesen habe. Im Vordergrund bei mir stehen ganz klar Blogfotos mit neutralem Hintergrund und nicht das Fotografieren von Menschen.

Wenn man etwas aus Asien bestellt, dann muss man sich zunächst in Geduld üben. Ist ja nicht uuuuunbedingt meine Stärke. Nach 4 Wochen kam der erste und kurz darauf der zweite. Nun hieß es ausprobieren und auf Herz und Nieren prüfen. Denn es galt folgende Gerüchte aus der Welt zu schaffen oder schlechtesten Falls zu bestätigen:

  • Die Hintergründe stinken ganz fürchterlich und der Geruch geht auch so schnell nicht weg.
  • Sie kommen gefaltet und nicht gerollt. Die dadurch entstandenen Falten bekommt man nicht weg.
  • Die Hintergründe reflektieren beim Fotografieren.

Die erste Verwirrung meinerseits kam auf, als ich einen dicken Briefumschlag erhalten habe. Richtig gelesen, Briefumschlag. Irgendwie hatte ich etwas gerolltes erwartet. Als ich ihn dann ausgepackt hatte, habe ich Ihn erstmal für eine Stunde auf dem Fußboden ausgebreitet und etwas auslüften lassen. Er roch minimal nach Chemie, aber das war recht flott verflogen. Und dann hieß es, fertig machen zum Fotografieren.

Schritt 1: Bügeln
Schnappt Euch euer Bügelbrett und Bügeleisen und los. Legt nun den Backdrop mit dem Gesicht nach unten auf das Bügelbrett. Beim Einstellen des Bügeleisens ist darauf zu achten, dass es nicht zu heiß wird (ist nur ein nylonartiger Stoff). Ich hatte mein Bügeleisen kurz vor den 2 Punkten und den Dampf habe ich auch ausgeschaltet. Mit einem Pflanzenbesprüher die Falten besprühen und darüber bügeln. Das ganze so lang wiederholen bis ihr alle Falten raus habt.

Schritt 2: Tackern
Besorgt Euch aus dem Baumarkt eine halbkreisförmige Leiste in der Länge Eures Backdrops und tackert diese nun an den Hintergrund. Der Halbkreis hilft Euch später beim Aufrollen und Lagern des Hintergrunds. Ihr legt den Backdrop mit dem Motiv nach unten auf den Fußboden und ans obere Ende die Leiste (flache Seite in Richtung Motiv), sodass ihr nun von Hinten alles fest tackern könnt. Achtet darauf, dass die Leiste gerade liegt und nicht wegrutscht. Die Klammern auf dem Bild brauchen wir gleich um den Backdrop am Hintergrundsystem zu fixieren.

Schritt 3: Hintergrundsystem
Nun seid ihr eigentlich schon fertig. Um einen solchen Backdrop sinnvoll einsetzen zu können, benötigt ihr ein Hinergrundsystem. Das bedeutet zwei Ständer und eine Stange zum „Aufhängen“ der Hintergründe. Ein solches System könnt ihr auch günstig bei dem gelben Onlinehändler erwerben. Ich habe selbst auch so ein günstiges Modell und bin super zufrieden, denn mein Fokus liegt ja immer noch auf der Blogfotografie nicht auf der professionellen Portraitfotografie.

Nun schnappt Euch den vorbereiteten Backdrop, legt ihn über die Stange und richtet das Ganze nun so aus, dass der Übergang Boden und Wand auf dem Hintergrund richtig liegen. Jetzt kommen die Klammern zum Einsatz. Damit könnt ihr alles so fixieren, dass beim Fotografieren nichts verrutscht.

Auf die Fotos…..fertig….LOOOOOOOS!

Schritt 4: Lagern
Bleibt nun noch das Lagern. Dank der halbkreisfrömigen Leiste könnt ihr den Backdrop nun ganz leicht aufrollen und platzsparend lagern. Aufgerollt ist er immer schnell einsatzbereit und ihr erspart Euch das Spiel mit dem Bügeln. Um evtl. aufrollen zu Verhindern benutze ich drei Gummis.

So einfach kann man sich neutrale Hintergründe erstellen. Sieht doch gleich viel professioneller aus, oder? Klar ist es immer mit etwas Aufwand verbunden, alles aufzubauen. Aber das Ergebnis kann sich wie ich finde sehen lassen.
Mein Fazit: Vielleicht hatte ich Glück, aber ich bin total zufrieden. Die beiden stinken nicht, ich habe alle Falten raus bekommen und reflektierten tut auch nichts. Nicht mal wenn ich das Motiv direkt anblitze. Ich bin froh, dass ich mich für die zwei Günstigen entschieden habe, denn für meine Zwecke reicht das vollkommen aus.

Kann ich Euch noch mehr Fragen rund um Backdrops beantworten? Benutzt ihr selbst schon solche Backdrops? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Ich werde diesen Beitrag nun noch in meiner Wissenswerkstatt verlinken.

Nun wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche und auf ganz bald ihr Lieben!

Fühlt Euch gedrückt,
Eure Mademoiselle Polkadot

 

One comment

  1. Hey 🙂 Danke für dein kleines Tutorial. Mir geht es gerade genau wie dir, gespannt auf die Post mit den Backdrops warten und dann überraschen lassen. Danke für die Tips mit dem Bügeln und Aufrollen. Wenn alles gut geht werde ich diese natürlich übernehmen ! DANKE

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