Unser Stubenwagen und sein neues Kleid – Teil 1

Hallo ihr Lieben,

der heutige Beitrag soll sich um unseren Stubenwagen drehen. Insgesamt wird es zwei Teile geben, der erste Teil beschäftigt sind mit dem Nestchen und der zweite Teil mit dem Dach oder auch Himmel des Stubenwagens. Als wir noch gar nicht wirklich an Nachwuchs gedacht haben, hat meine Mam einen großen Korb vor dem Müll bewahrt. Wie es sich herausstellte, war es kein einfacher Korb, sondern ein Stubenwagen mit rundem Himmel. Ihm fehlte es noch an einem Untergestell und natürlich dem Innenleben. Das Untergestell hat uns mein Dad zu Weihnachten gebaut. Nun waren wir, oder besser gesagt ich, an der Reihe, dem Ganzen den letzten Schliff zu verleihen.

Eine Idee wie er am Ende aussehen sollte, hatte ich recht schnell. Doch ich habe mir bis zu meinem Mutterschutz Zeit gelassen, diese Idee umzusetzen. Schließlich hat man sechs Wochen in denen man sich beschäftigen „muss“. Ich wollte ja nicht nur faul auf der Couch rumliegen und sämtliche Streaming Dienste leer schauen. Die Materialien hatte ich zum Großteil schon zu Hause und das was noch fehlte, habe ich mir noch rechtzeitig organisiert. 

Verwendete Materialien:
2-3 cm dickes Volumenvlies
5 verschiedenen Baumwollstoffe
2 KAM Snaps
Textilgarn
ggf. Schnittmuster für die einzelnen Kissen

Rechts unten in der Ecke seht ihr den Stubenwagen und im Hintergrund eine Holzplatte, die mein Mr. Sonnenschein noch zusätzlich in den Wagen geschraubt hat. Diese verhindert, dass die Schrauben die schon drin waren, den Korb beschädigen und geben dem Korb insgesamt noch etwas mehr Stabilität. Zuerst wurde ausgemessen. Ziel war es, ein Nestchen zu nähen, was sich beliebig erweitern lässt und etwa die Hälfte des Korbes von innen verkleidet. Auf keinen Fall wollte ich, dass der Holzkorb komplett in Stofflagen verschwindet. Ich habe mich für eine Gesamtlänge von 120 cm entschieden und einer Höhe von 25 – 30 cm. Bei insgesamt 5 einzelnen Kissen teilt es sich wie folgt auf:

1. Haus 20 cm breit – 2. Haus 15 cm breit – Wolke 30 cm breit – 3. Haus 20 cm breit – 4. Haus 15 cm breit

Die Wolke habe ich dem Schnittmusterpaket „Wolken-Liebchen“ von Mamasliebchen (Link) entnommen. Die Häuser habe ich einfach nach Lust und Laune zugeschnitten und dabei die Winkel der Dächer etwas variiert. Ihr benötigt den Stoff für jedes Haus insgesamt 2 mal (Fassade und Rückwand). Dazwischen habe ich ein etwa 3 cm dickes Volumenvlies genäht. Achtet beim Zuschnitt des Vlieses darauf, dass es insgesamt etwas kleiner ist, als das tatsächliche Haus bzw. die Wolke. Wenn ihr alles zugeschnitten und die Stoffe einmal gebügelt habt, könnt ihr auch schon mit dem Nähen beginnen.

Ihr nehmt nun das Volumenvlies und eine Lage Stoff und näht / zeichnet auf dem Stoff Türen und Fenster in Eure Häuser. Ihr könnt das Ganze natürlich auch Applizieren, aber ich fand den Zeichenstil persönlich schöner (das ist aber Geschmackssache). Wenn ihr fertig mit der Fassade seid, nehmt ihr Euch noch 4 Schnüre. Ich habe hier etwa 15 cm langes Textilgarn aus Jersey verwendet. Mit diesen Schnüren könnt ihr die Kissen später miteinander verbinden bzw. am Korb selbst befestigen. Es fehlt nun noch die Rückseite des Hauses, diese legt ihr rechts auf rechts auf die Fassade. Die Schnüre liegen dazwischen und zeigen mit dem langen Ende nach Innen. Einmal das ganze „Haus-Sandwich“ drehen und am Vlies entlang alles zusammen nähen. Vergesst nicht eine Wendeöffnung von etwa 8 cm offen zu lassen. Wählt die Wendeöffnung nicht zu klein, durch das dicke Vlies lassen sich die Häuser nicht ganz so einfach wenden. Wendeöffnung schließen und schon habt ihr das erste Haus fertig.

Am Schluss, wenn ihr alle Kissen für Euer Nestchen genäht, gewendet und verschlossen habt, wird noch einmal gebügelt. Achtet hier bitte auf die Temperatur des Bügeleisens, sonst schmilzt Euch das Vlies zusammen und verliert seine „Fluffigkeit“ (ihr wisst was ich damit meine). Es wird hart und verklebt. Mein Bügeleisen war auf mittlerer Stufe, ohne Dampf und das hat gut funktioniert. Wenn ihr Euch mit der Temperatur nicht sicher seid, dann probiert es lieber an einem Reststück aus. Nun wollt ihr sicher das Ergebnis sehen, oder?

Ist es nicht toll geworden? Wir sind super zufrieden und das beste an diesem Nestchen ist, dass wir es später im größeren Bett einfach erweitern können. Wie findet ihr das Nestchen im Gegensatz zum klassischen Stubenwagen Innenleben?

In den nächsten Tagen werde ich Euch von Teil 2 – dem Stubenwagen Himmel – berichten. Bis dahin habt einen wunderschönen Tag!

Liebe Grüße,
Eure Mademoiselle Polkadot 

 

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